Dr. Franz Karig Diese Seite ausdrucken

Lucas Mutter berichtet:

Mein Sohn Luca hatte seit der zweiten Klasse mit der Rechtschreibung Probleme, die immer größer wurden. Im ersten Schuljahr war das nicht feststellbar, da die Kinder lernten, ohne Berücksichtigung der Rechtschreibung zu schreiben. In der zweiten Klasse wurde dann die Rechtschreibung eingeführt, die Luca sich aber nicht einprä­gen konnte. Er konnte vor allem den Unterschied zwischen den Buchstaben d - t und g - k nicht hören. Die Recht-schreibregeln, mit denen man Sprach- und Wortbil­dungen nachvollziehen kann, nutzte er nicht. Geübte Diktate konnten nur durch stumpfes Auswendiglernen gemeistert werden. Als dann aber in der vierten Klasse ungeübte Diktate eingeführt wurden, kam Luca an seine Grenzen. Er empfand die anstehende Empfehlung für die weiter-führende Schule ohnehin als enormen Druck. Nun kamen auch noch schlechte Noten (ausreichend) für Diktate hinzu. Unser ge­meinsames Diktatüben war stets mühsam, frustrierend und wenig erfolgreich. So waren wir beide also offen für Hilfe von außen. Eine Schnupperstunde machte klar, dass beim NLP-gestützten Lerntraining erstens kein Druck ausgeübt wird und zwei­tens Gefühle angesprochen werden, was Luca als phantasievollem und gefühlsbe­tontem Kind in besonderem Maße entgegen kam.

Mein Sohn Luca hatte seit der zweiten Klasse mit der Rechtschreibung Probleme, die immer größer wurden. Im ersten Schuljahr war das nicht feststellbar, da die Kin­der lernten, ohne Berücksichtigung der Rechtschreibung zu schreiben. In der zweiten Klasse wurde dann die Rechtschreibung eingeführt, die Luca sich aber nicht einprä­gen konnte. Er konnte vor allem den Unterschied zwischen den Buchstaben d - t und g - k nicht hören. Die Rechtschreibregeln, mit denen man Sprach- und Wortbil­dungen nachvollziehen kann, nutzte er nicht. Geübte Diktate konnten nur durch stumpfes Auswendiglernen gemeistert werden. Als dann aber in der vierten Klasse ungeübte Diktate eingeführt wurden, kam Luca an seine Grenzen. Er empfand die anstehende Empfehlung für die weiterführende Schule ohnehin als enormen Druck. Nun kamen auch noch schlechte Noten (ausreichend) für Diktate hinzu. Unser ge­meinsames Diktatüben war stets mühsam, frustrierend und wenig erfolgreich. So waren wir beide also offen für Hilfe von außen. Eine Schnupperstunde machte klar, dass beim NLP-gestützten Lerntraining erstens kein Druck ausgeübt wird und zwei­tens Gefühle angesprochen werden, was Luca als phantasievollem und gefühlsbe­tontem Kind in besonderem Maße entgegen kam.

In den ersten fünf Trainingseinheiten wurde ein neues, visuell orientiertes „Lern­system" eingeführt, mit dem Luca seither seine Wörter zunehmend richtig schreibt. Als zuhörender Mutter war es für mich sehr interessant zu erkennen, dass das Gan­ze ein Vorgang war, der sich von Stunde zu Stunde weiter entwickelte und aufbaute.

Zunächst wurde geklärt, was eigentlich in Lucas Kopf vorgeht, wenn er Wörter schreiben soll. Mir war gar nicht bewusst, dass er zu fast jedem Wort mindestens zwei Varianten visuell, d.h. innerlich für ihn sichtbar, gespeichert hatte, und extrem unsicher in der Auswahl war. Luca gestaltete nun also sein eigenes System, um falsch geschriebene Wörter auszusortieren und nur noch richtig geschriebene Wörter zu speichern. Dabei wurden auch innere Helfer ernannt.

Im nächsten Schritt wurde überprüft, wie gut und sicher Luca das Aussortieren daheim, ohne Anleitung durch den LernCoach, gelingt. Luca und ich übten dafür mit Hilfe von Karteikarten Wörter ein. Aber dieser Prozess stockte, weil Lucas innere Helfer sich quer stellten. Sie verhinderten, dass falsch geschriebene Wörter aussortiert wurden! Ich konnte das zunächst nur als Nicht-Wollen interpretieren. In der nächsten Trainingsstunde jedoch wurde dann nach dem Grund gesucht und eine Lösung des Problems erarbeitet: Die inneren Helfer hatten ernste Bedenken entwickelt. Diese wurden gemeinsam herausgearbeitet und schließlich zerstreut. Danach war Luca sehr erleichtert und motiviert zu neuen Taten.

Sein nächstes Diktat schrieb er mit nur einem Fehler, was uns riesig gefreut hat! Positiv ist auch, dass Luca nun offener für Rechtschreibregeln ist und bereit, Sprach- und Wortbildungen nachzuvollziehen.

Einen nächsten großen Schritt machte Luca, als er lernte, die Übungen selbständig, ohne meine Hilfe, zu machen. Bislang hatte ich ihm die Wörter immer diktiert. Nun sollte er die Karten selber schreiben und alleine überarbeiten. Da gab es zuerst einen Wutausbruch. Als ich jedoch meine Hilfe strikt verweigerte und ihm klar wurde, dass das so bleiben wird, lenkte er ein. Und siehe da, er nahm die Aufgabe in Angriff und schaffte fünf Wörter in den vorgegebenen 15 Minuten! Am nächsten Tag beobachtete ich noch einmal, wie er seine Arbeit mit ungewohntem Elan erledigte. Es klappte prima und er steigerte sich in drei Tagen mühelos auf die gewünschten zehn Wörter. Ein großer Erfolg! Da er sich selbst noch nicht restlos vertraute, diktierte ich ihm die bereits gelernten Wörter nach ein paar Tagen zur Kontrolle noch einmal. Es zeigte sich, dass tatsächlich die allermeisten Wörter richtig gespeichert waren. Die wenigen Wörter, die noch nicht korrekt waren, wurden einfach noch ein­mal korrigiert und dann in den Karteikasten zurück gelegt.

In der letzten Stunde lernte Luca, schon beim Lesen eines Buches einzelne Wörter zu korrigieren, wie es die sicheren Rechtschreiber machen. Bislang war Luca ein ausgesprochener Micky-Maus-Konsument. Die Zeichnungen ersparten ihm das ungeliebte Lesen, denn dort gibt es bekanntlich wenig Text. Es wurde auch verein­bart, dass er probeweise täglich 10 Minuten in einem schönen Buch, das er sich aussuchte, lesen sollte und dabei Wörter, die er nicht so geschrieben hätte wie im Buch gedruckt, auf Karteikarten zu schreiben und gemäß seiner neuen Technik zu lernen.

Auch hier gab es zunächst großen Widerstand. Ich erinnerte mich (und ihn) an die Vereinbarung, dass er es möglichst selbstständig machen sollte. Auch hier geschah ein kleines Wunder: Luca begann zum Einen sich neue Wörter herauszusuchen und zum Anderen das Buch danach mit Interesse (es geht darin um Abenteuer, Ritter etc.) weiter zu lesen.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass Luca bei jedem neuen Schritt offensichtlich Angst hatte, die sich jedoch rasch legte. Die völlig andere Vorgehensweise, nämlich neben einer neuen Lerntechnik auch eine neue Lockerheit einzuhalten, hat meinem Sohn ermöglicht, einen guten eigenen Weg einzuschlagen. Die Lockerheit bezieht mich als Mutter mit ein. Das erscheint mir als eine wichtiger Schritt auf dem Weg zu Lucas neuer Fähigkeit, seine Aufgaben gut alleine zu bewältigen. Ich freue mich täglich neu über diesen neuen Freiraum, den ich vor allem innerhalb der Familie als sehr wohltuend empfinde.

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